
Als Grauen Star bezeichnet man die Trübung der normalerweise klaren Augenlinse. Der medizinische Fachausdruck lautet: die Katarakt (auch: Cataract)
Grau erscheint die Pupille der Patienten, die an dieser Erkrankung leiden, Star bedeutet im Mittelhochdeutschen Blindheit. Der Ausdruck „die Katarakt“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „Herabrinnen“. Die alten Griechen dachten, dass die Ursache der grauen Verfärbung der Pupille das Herabrinnen trüber Flüssigkeit im Augeninneren sei.
Die häufigste Ursache für das Entstehen des Grauen Stars ist ein natürlicher Alterungsprozess der Augenlinse.
Ein Grauer Star kann auch angeboren und/oder erblich bedingt sein. Tritt eine Katarakt als Folge einer Verletzung, als Nebenwirkung bestimmter Medikamente (z.B. Kortison), oder im Zusammenhang mit bestimmten Allgemeinerkrankungen (z.B. Diabetes) oder anderen Augenerkrankungen auf, spricht man von einem sekundären Grauen Star oder einer Sekundärkatarakt.
Kataraktoperation
Zur Behandlung des Grauen Stars gibt es nur eine sinnvolle Maßnahme: Die Katarakt-Operation, umgangssprachlich auch genannt Staroperation.
Die Kataraktoperation wird heute in der Regel ambulant durchgeführt und zeichnet sich durch eine besonders hohe Erfolgsquote aus. 95% aller Operationen verlaufen ohne jegliche Komplikation. Die meisten Komplikationen sind sehr gut beherrschbar, nur in ca. 0.1% der Fälle treten schwerwiegendere Probleme auf, wie z. B. eine Entzündung im Auge (Endophthalmitis).